Marrakesch - Tausend und Eine Nacht in Marokko

Marrakesch, die Perle des Südens. Die Ehemalige Hauptstadt Marokkos wollten wir uns auf keinen Fall entgehen lassen. Wir möchten hier ein paar Tage verbringen und fahren auf den sehr gut bewerteten Campingplatz Le Relais de Marrakech. Den wir übrigens sehr empfehlen können. Der Campingplatz ist wunderschön, sehr gepflegt, die Duschen sind heiß und haben viel Druck und es gibt einen Pool :) Zum Vergleich in anderen großen Städten wie Fez ist der Platz auch relativ günstig. Durch Zufall haben wir hier auch Robby und Stefan von www.campofant.de, Tanja von www.crosli.de und Andre von www.amumot.de kennengelernt. Wir hatten zwei super witzige Abende im Restaurant und konnten uns zu allerlei Dingen austauschen. Andi und ich mussten noch Lebensmittel besorgen und so fuhren wir mit den Fahrrädern 5 Kilometer in die Stadt zum nächst größeren Supermarkt. In den großen Supermärkten findet man alles was das Herz begehrt, sogar Käse! Für uns als Käseliebhaber ein teuer Spaß, aber in den kleinen Tante Emma Lädchen die es überall im Land gibt bekommt man keinen Käse. Stichwort für alle die uns besuchen wollen: bringt Allgäuer Käse mit, dann dürft ihr gerne kommen :) Samstags haben wir uns zusammen ein Taxi nach Marrakesch genommen um endlich die berühmte Rote Stadt zu besichtigen. Auf dem Hauptplatz Djemaa el Fna auch bekannt als Gauklerplatz, waren wir schon alle total überwältigt. Das Treiben der Menschen, die Gaukler, Menschen mit angeketteten Affen und Schlangenbeschwörer tummelten sich auch dem Platz. Bettler die sehr penetrant nach Geld gebettelt haben müssen einfach ignoriert werden und nach 5 Minuten ziehen sie auch wieder von dannen. Stefan wurde gleich mal von einer Henna „Künstlerin“ abgefangen und sie malte ihm trotz  mehreren Neins einfach einen Skorpion auf den Arm. Für diese Verunstaltung mit dem der arme Stefan nun Wochen rumlaufen muss, wollte die Dame auch noch 100 Dirham haben. Vom Zentralen Gauklerplatz geht es weiter in die wunderschöne Medina (Altstadt) von Marrakesch. Wir wurden von den verschiedensten Eindrücken und Gerüchen überhäuft. Durch die Engen Gassen tummelten sich hunderte von Menschen, Mopeds und Eselkarren. Hier kann man sich durch die Gassen treiben lassen, bewundern und feilschen. Marrakesch hat die größten „Souks (Souks sind Basargassen) in Marokko, um alle durchstreifen wird man wohl einige Tage brauchen. Durch die vielen Mopeds die durch die engen Gassen fahren ist hier richtiger Smog der einem das Atmen schwer macht. Nach ein paar Stunden liefen wir aus der Medina Richtung Maurisches Minarett der Koutoubia Moschee, die im 12. Jahrhundert gebaut wurde und Kilometerweit zu sehen ist. Hier wurden wir Zeuge eines Überfalls, ein Mopedfahrer der einer Dame die Geldbörse aus der Hand riss und schnell durch enge Gassen geflohen ist. Das zeigt uns Niemals die ganze Geldbörse mit in Städte zu nehmen, aufpassen und alles sicher verstauen! Als unser der Hunger trieb haben wir uns für ein Restaurant namens L’Adresse direkt über des Gauklerplatztes entschieden. Durch ein Scanner, wie wir ihn auch vom Flughafen kennen in den dritten Stock, hat man überblick auf den ganzen Platz und kann das bunte Treiben des Platzes bei Nacht beobachten. Nach unserem Burger Festmahl sind wir wieder mit dem Taxi zum Campingplatz gefahren wo wir den Tag mit einem Bier gemütlich ausklingen lassen. Am Nächsten morgen mussten wir uns von Tanja, Andre, Robby und Stefan verabschieden da sie weiter Richtung Süden fahren. Vielen Dank für die schöne Zeit, ich hoffe wir sehen uns bald wieder! 

Auch wir entschließen uns weiter zu fahren, allerdings nicht aus Marrakesch raus sondern richtig rein. Wir fuhren zu einem Parkplatz namens Koutubia Parking direkt neben der Moschee 5 Minuten vom Hauptplatz entfernt um 2 Tage und Nächte Marrakesch hautnah zu erleben. An diesem Tag trafen wir uns wieder mit Julie die wir auf der Fähre kennenlernten. Julie war gerade in Marrakesch da sie über Weihnachten zu ihrer Familie nach Deutschland flog. So machten wir zu dritt Marrakesch unsicher, tranken Kaffee und Tee, beobachtetet Leute und schlenderten durch die Gassen der alten Medina. Zum Sonnenuntergang wollten wir in einen Park da wir dies zeitlich aber nicht mehr schafften nahmen wir uns ein Tuk-Tuk und hatten eine sehr spannende Fahrt durch das Gewusel des Marokkanischen Verkehrs. Abends waren wir wieder auf dem Hauptplatz etwas essen und hatten wahrlich Glück mit unserem Stand da die Jungs die dort Essen zubereiteten und uns bedienten, wahrscheinlich unter Drogen standen, sie sangen und tanzten die ganze Zeit, hatten ihre eigene Performance wenn sich jemand neues an ihre Tische setzte und unterhielten so ihre Gäste. Wir hatten Spaß, das Essen war gut, nur extrem teuer. 

Drei Tage Marrakesch waren auch genug für uns, am nächsten Tag bleiben wir zwar in Marrakesch aber diesmal mit Lütje vor dem Baumarkt um unsere Trockentrenntoilette umzubauen. Unser Urinkanister war leider ein bisschen undicht und wir haben uns dazu entschlossen den Tank nach außen zu legen und ein großes Loch in unseren Boden zu bohren. Die beste Entscheidung! Nach unserem Umbau fuhren wir noch für eine Nacht zum Les Relais um richtig lange zu duschen. Am nächsten Tag geht es endlich weiter zum Meer! 

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