3 Wochen Dakhla

Hallo Dakhla

Dakhla. Surf und Kiteparadies in Marokko. Die letzte größere Stadt vor der Wüste Mauretaniens. Hier wollen wir Energie tanken, Sprit tanken, ein paar Verbesserungen an unserem Lütje vornehmen, surfen lernen und das wichtigste: Infos über Mauretanien und Senegal einholen. Visabestimmungen, Sichhereitslage, Routen etc… Marokko war einfach, zu einfach, das wird sich nun bald ändern und Vorbereitung ist gefragt. 


Westsahara - Marokko? Wie war das jetzt?

Dakhla liegt in der Westsahara, ist aber offiziell ein Teil Marokkos….

Die Westsahara ist ein Territorium an der Atlantikküste Nordwestafrikas, das nach dem Abzug der ehemaligen Kolonialmacht Spanien 1975 von Marokko beansprucht und größtenteils annektiert wurde. Marokko betrachtet das in vorkolonialer Zeit in einem losen Abhängigkeitsverhältnis zu ihm stehende Gebiet als Teil seines Territoriums. Die zu spanischen Kolonialzeiten entstandene, linksgerichtete „Befreiungsfront“ der Sahrauis (der Bevölkerung der Westsahara), die Frente Polisario, kämpft für einen unabhängigen Staat, die Demokratische Arabische Republik Sahara, auf dem gesamten Territorium von Westsahara. Seit dem Waffenstillstand von 1991 kontrolliert die Frente Polisario einen Streifen im Osten und Süden der Westsahara von der Grenze zu Algerien bis zur Atlantikküste. Die Vereinten Nationen verlangen die Durchführung eines Referendums über den endgültigen völkerrechtlichen Status des Gebietes. Über die Modalitäten der Durchführung eines solchen Referendums konnte bisher keine Einigkeit zwischen Marokko und den Vertretern des sahrauischen Volkes erzielt werden. Haupt-Streitpunkt ist hierbei die Frage, ob bei diesem Referendum auch die Mitglieder saharauischer Stämme, die zu Kolonialzeiten in Südmarokko gelebt haben (bzw. deren Nachkommen), als wahlberechtigte Einheimische gelten sollen (dies entspräche Marokkos Position).

 


Portugiesische Kulinarik iim überfluss, fett schwimmt ja oben

Die erste Nacht stehen wir auf dem berühmten PK25. PK25 ist eine wunderschöne Lagune wo sich die ganzen Kitesurfer tummeln, nicht nur die Kitesurfer sonder hunderte Rentner aus Frankreich, Italien und Deutschland die mit ihren Wohnmobilen dort überwintern. Es ist kein Campingplatz aber rappelvoll. Dort wollen wir aber Julie treffen und mit ihr gemeinsam einen anderen Ort anfahren. Am nächsten Vormittag fahren wir los und finden sofort eine schöne Bucht wo auch nicht so viele Camper stehen. Westpoint. Direkt an der Atlantikküste. Am gleichen Abend meint Andi er geht in die Stadt und kauft sich ein gebrauchtes Surfbrett da die Leihpreise mit 30  € pro Tag sehr hoch sind. Leider wurde seine Unwissenheit ausgenützt und ihm wurden 200€ für ein uraltes Surfbrett mit vielen Macken und Dellen aus der Tasche geleiert. Naja, auch wir werden mal abgezockt, kann passieren und ist nicht weiter schlimm. Das Surfbrett erfüllt aufreden Fall seinen Zweck. Am nächsten Tag lernen wir Carlos, Miguel und Joao aus Portugal kennen. Sie stellen sich neben uns und wir verbringen zusammen wunderschöne Tage. Wir grillen jeden Tag frischen Fisch, Tintenfisch, Muscheln etliche andere portugiesische Highlits werden kredenzt und wir fühlen uns wie Gott in Frankreich. Die drei wollten eigentlich ein paar Pfunde im Urlaub verlieren, der Plan ging nicht auf und Carlos beschwerte sich das er zugenommen hat. Joao unser Jamie Oliver der Fischgerichte hat es einfach drauf :) Die drei Jungs möchten noch ein paar Surfspots südlicher anfahren, werden aber in 4 Tagen zurück sein. Auch wir nutzen die Zeit und möchten in Dakhla noch einen anderen Spot anfahren. "Lasarga" soll perfekt für Surfanfänger sein, keine Felsen wie bei Westpoint. Lasarga ist ein Fischerdorf wie ich es noch nie gesehen habe. Es ist eine Zeltstadt, und sieht aus wie ein Slum. Auf der linken Seite sehen wir die ganzen "Fischerhüttchen" aus Wellblech, Teppichen und Zeltplanen, reihe an reihe. Nicht nur einzelne, nein hunderte dieser Hüttchen stehen dort. Auf der rechten Seite sind die ganzen Bote. Pro Hüttchen kommt gefühlt ein Bot. Und direkt neben an, ein Hotel das sehr modern und gepflegt aussieht. Zwei Welten treffen aufeinander wie es härter nicht gehen kann. Leider wurde uns vom Militär hier aber gesagt das die einzige Möglichkeit im Lasarga zu campen ist, in der Hotelanlage Ocean Vagabond zu stehen. Wir sind sehr gespannt ob die uns da wirklich reinlassen? Ja das haben sie wirklich! Unter der Bedingung etwas im Restaurant zu konsumieren ist dies für ein paar Tage kein Problem. Wir dürfen im Hinterhof beim Müll parken, nicht der schönste Parkplatz aber es ist okay, da wir uns eh den ganzen Tag in der Anlage und am Strand aufhalten werden. Hier ist es wunderschön, sehr modern und der Sand weiß wie in der Karibik. Auch ich versuche mich hier im surfen und es macht mir sehr viel spaß, allerdings werde ich das Surfboard erst in Senegal kaufen und die Leihboards der Ocean Vagabonds benützen. Nach 4 Tagen sind wir wieder zurück auf unseren Platz bei Westpoint wo die drei Portugiesischen Jungs schon auf uns warteten. Gut das wir hunger mitgebracht haben :)

passiert dort eigentlich sonst noch was anderes ausser essen?

 

wenn Wein trinken nicht dazu gehört dann ja! Nein im Ernst, wir haben wirklich nur gegessen, Wein getrunken und ab und zu gesurft. Wir hatten drei Renovierungstage wo wir unser Bad umgebaut haben, Mückennetz unter dem Bett verlegt, den LKW abgeschmiert und Vorräte für Mauretanien aufgestockt haben. Drei Tage bevor wir losfuhren kamen Angi, André mit Romy und Krümel von Rumpeltours (https://www.rumpeltours.de) in Dakhla an. Mit ihnen werden wir gemeinsam durch Mauretanien bis nach Senegal fahren. Am 5.2.2019 verließen wir Dakhla, mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Der Tag ist sehr neblig, bzw. ein Sandsturm treibt sein Unwesen. Vom Westpoint aus kann man nicht mal mehr den Leuchtturm erkennen. Dakhla will uns den Abschied bestimmt leichter machen. Ca 160 Kilometer schaffen wir an diesem Tag und wir dürfen direkt am Strand bei einem Militärstützpunkt unser Nachtlager aufschlagen. Die letzte Nacht in Marokko!   

Auf Wiedersehen Marokko

Bye, bye Marokko. Du wirst uns fehlen! Drei Monate durften wir dieses unglaublich abwechslungsreiche Land bereisen und wir waren innerhalb der ersten Tage verliebt. Marokko hat so viele Gesichter, Wüsten, Meer, hohe Berge, tiefe Schluchten, ewige Weiten! Das war nicht unser letzter Besuch hier! Marokko hat uns gefesselt und wir sind uns sicher, WIR KOMMEN WIEDER! In schā' Allāh! 

 

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